Sommer-Jausnbrett mit Graukäse anrichten
Draußen ist es warm, der Hunger kommt leise — und ein ordentliches Brettl löst das in zwanzig Minuten. Kein Kochen, kein Herd, kein Stress. Nur gutes Handwerk, das du aufschneidest, würfelst und hinstellst.

Die Basis: Brot mit Charakter
Dunkles Bauernbrot oder ein Vinschger Fladen — beides trägt den Graukäse, ohne ihn zu übertönen. In Scheiben schneiden, auf dem Brett fächern. Der Graukäse braucht ein Brot mit Biss, keins, das sich wegduckt.
Der Käse: zimmerwarm, bitte
Nimm ca. 60 g Graukäse „Der Echte“ pro Person — direkt aus dem Kühlschrank kalt gezogen schmeckt er nach nichts. Mindestens 20 Minuten vorher rausstellen, dann öffnet er sich. Würfeln oder in grobe Brocken brechen, so wie er fällt.
Daneben ein milder Kontrast: ein paar Scheiben Rahmlaib oder, noch besser, ein Stück Sennbutter auf einem kleinen Brettchen. Der Graukäse ist kräftig, fast herb — die Butter nimmt die Schärfe weg, für wen’s geht.

Frisches drumherum
Hier lebt das Sommer-Brettl: Radieschen (halbiert, knackig-kalt), halbierte Kirschtomaten, dünne Rettichscheiben, Frühlingszwiebeln in Ringe geschnitten, ein paar saure Gurkerl. Alles bleibt im Kühlschrank bis kurz vor dem Anrichten — der Kontrast zum zimmerwarmen Käse ist der Witz an der Sache.
Optional: dünne Scheiben Karreespeck, luftgetrocknet und fein im Schnitt. Er ist der magerste Schnitt vom Rücken, leichter als andere Specksorten, passt deshalb in einen Sommeraufbau ohne zu drücken.
So baust du das Brettl auf
Kein System ist verkehrt, aber eines funktioniert besser als andere: Käse in die Mitte, Brot an den Rand, Frisches in die Lücken. Farbe kommt von selbst — das Rot der Radieschen und Tomaten, das Weiß des Graukäse, das Grün der Frühlingszwiebeln. Nichts extra drapieren. Hinlegen und stehen lassen.
Ein Brett für zwei Personen: 120 g Graukäse, 4–6 Brotscheiben, eine handvoll gemischtes Gemüse, die Sennbutter dazu. Fertig in zehn Minuten, wenn der Käse schon draußen stand.
Mehr mit Graukäse im Sommer
Wer den Käse nicht nur aufs Brettl legen, sondern marinieren will — in unserem Haupt-Artikel zu Graukäse in der Sommerküche findest du alle Wege, wie er kalt, leicht und g’schmackig funktioniert.
Zwei konkrete Einstiege dazu: die klassische Graukäse-Marinada — Öl, Essig, Zwiebeln, fertig — und ein Graukäse-Aufstrich mit Topfen und Schnittlauch, der auf demselben Brettl neben dem Würfelkäse wunderbar steht.
Griaß di aus dem Zillertal — und gute Jausnzeit.
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