Die Marende: Was aufs Brettl gehört
Ein Riegel Graukäse, zwei Scheiben Bauchspeck, Sennbutter, Bauernbrot. Das ist keine komplizierte Angelegenheit — das ist die Marende auf der Hütte, wie sie seit Generationen auf den Almen des Zillertals auf den Tisch kommt.

Was auf das Brettl gehört
Der Zillertaler Graukäse ist das Herzstück. Mager, säuerlich, mit einer charakteristischen Rinde — er braucht keine Begleitung, die ihn übertönt. Daneben zwei Scheiben Bauchspeck: kräftig geräuchert, fett genug, um den Kontrast zum Graukäse erst spürbar zu machen. Fett und mager, rauchig und säuerlich — dieses Gegenspiel ist kein Zufall, das ist Absicht.
Dann: Sennbutter auf einer dicken Scheibe Bauernbrot, saurer Radi in hauchdünnen Scheiben mit etwas Salz, rohe Zwiebel — scharf genug, um alles zu beleben. Wer mag, legt noch eine Kaminwurzen dazu. Die raucht sich in jeden Bissen.
Die Marende — was das eigentlich ist
Was ist eine Marende? Im Tirolerischen ist das die Zwischenmahlzeit am Nachmittag, oft nach der Arbeit auf der Alm. Keine große Sache, kein Drei-Gänge-Menü. Ein Brettl, ein Messer, die Zutaten nebeneinander — jeder bedient sich selbst. Die Graukäse Marende Zutaten sind dabei seit jeher dieselben: was die Sennerei hergibt, was der Bauer geselcht hat, was der Garten bringt.
Das Tiroler Marende Brettl ist also weniger Rezept als Haltung. Konkret, ehrlich, ohne Schnickschnack.

Weiterlesen
Mehr über die Kultur rund um Graukäse, Almsommer und Jausn-Tradition findest du in unserem Haupt-Artikel zum Thema Almsommer & Graukäse. Und wer den Graukäse auch auf den nächsten Wandertag mitnehmen will, findet Tipps dazu unter Graukäse als Wanderproviant. Die Geschichte hinter dem Graukäse in der Almhütten-Tradition des Zillertals erzählen wir außerdem hier.
Schreibe einen Kommentar