Tiroler Graukäse zählt zu den ursprünglichsten Käsespezialitäten der Alpen. Er polarisiert, begeistert Kenner und überrascht viele, die ihn zum ersten Mal probieren. Sein kräftiges Aroma, die traditionelle Herstellung und der extrem niedrige Fettgehalt machen ihn zu einem echten Unikat unter den Käsesorten.
In diesem Artikel erfährst du, was Tiroler Graukäse ist, wie er hergestellt wird, wie er schmeckt und warum er heute wieder stark im Trend liegt – in Tirol ebenso wie in Deutschland.
Was ist Tiroler Graukäse?
Tiroler Graukäse – oft auch einfach Graukäse genannt – ist ein traditioneller Sauermilchkäse aus entrahmter Kuhmilch. Er wird ohne Lab hergestellt und zählt damit zu den ältesten Käsearten im Alpenraum.
Seinen Namen verdankt der Käse der graugrünen Oberfläche, die sich während der Reifung bildet. Diese ist typisch, erwünscht und ein Zeichen für die natürliche Reifung.
👉 Wichtig zu wissen:
Echten Graukäse gibt es nur aus Tirol – andere Varianten sind Nachahmungen oder Interpretationen.
Traditionelle Herstellung – einfach, ehrlich, unverfälscht
Die Herstellung von Tiroler Graukäse folgt seit Jahrhunderten dem gleichen Prinzip:
- Magermilch als Basis
Verwendet wird entrahmte Kuhmilch, die nach der Butterherstellung übrig bleibt. - Natürliche Säuerung
Die Milch wird mit Milchsäurekulturen angesäuert – ganz ohne Lab. - Erwärmen & Formen
Die geronnene Masse wird erhitzt, gesalzen und in Formen gefüllt. - Reifung
In kühlen, feuchten Reiferäumen entwickelt sich innerhalb von rund 10 bis 21 Tagen das typische Aroma und die graue Oberfläche.
Dieser Prozess ist bewusst schlicht – genau das macht den Charakter des Graukäses aus.
Geschmack & Konsistenz – nichts für Langweiler
Graukäse ist kein Käse für Nebenbei-Genuss. Er hat Charakter.
- jung: mild-säuerlich, leicht topfig
- gereift: kräftig, würzig, intensiv im Aroma
- Konsistenz: außen weich bis schmierig, innen bröselig
Je reifer der Käse, desto ausgeprägter der Geschmack. Viele Genießer lassen ihn vor dem Essen kurz Zimmertemperatur annehmen – so entfaltet sich das Aroma optimal.
Warum Graukäse als „Superfood“ gilt
Tiroler Graukäse ist ernährungsphysiologisch etwas Besonderes:
- extrem fettarm (rund 1 % Fett)
- sehr eiweißreich
- laktosefrei
- vergleichsweise kalorienarm
Damit passt Graukäse perfekt in eine bewusste Ernährung – besonders für Sportler, Figurbewusste oder Menschen mit Laktoseintoleranz.
💡 Trotz seines kräftigen Geschmacks ist Graukäse erstaunlich leicht bekömmlich.
Wie wird Tiroler Graukäse gegessen?
Klassisch
- in Scheiben geschnitten
- mariniert mit Essig & etwas Öl
- dazu Zwiebeln, Pfeffer, Bauernbrot
Traditionelle Gerichte
- Zillertaler Krapfen
- Kaspressknödel
- Graukäsesuppe
Modern
- gewürfelt im Salat
- als würzige Käsecreme
- in herzhaften Bowls oder als Topping
👉 Tipp: Graukäse schmilzt nicht wie anderer Käse – er bleibt kernig und würzig.
Graukäse kaufen – worauf achten?
Beim Kauf von Tiroler Graukäse solltest du auf folgende Punkte achten:
- klare Herkunft aus Tirol
- traditionelle Herstellung
- natürlicher Geruch (kräftig, aber nicht unangenehm)
- keine künstlichen Zusatzstoffe
👉 Wenn du original Tiroler Graukäse online kaufen möchtest, findest du bei tirolish.at handwerklich hergestellten Graukäse direkt aus Tirol – gekühlt versendet nach Österreich und Deutschland.
Fazit
Tiroler Graukäse ist ein echtes Stück alpiner Esskultur. Er ist puristisch, ehrlich und kompromisslos im Geschmack – genau das macht ihn so besonders. Ob klassisch zur Jause, als Zutat in traditionellen Gerichten oder als proteinreicher Alltagskäse: Graukäse erlebt zurecht ein Comeback.
In den nächsten Blogartikeln gehen wir tiefer ins Detail – etwa zu:
- Graukäse richtig lagern
- Unterschied Tiroler vs. Zillertaler Graukäse
- Die besten Graukäse-Rezepte
- Graukäse & Ernährung

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